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Steuern / Einkommensteuer 
Mittwoch, 07.10.2020

Steuerklassenwechsel kann sich lohnen - auch mehrmaliger Wechsel möglich

Ehepartner oder Partner in eingetragenen Partnerschaften werden oft gemeinsam mit den Steuerklassen IV/IV veranlagt. Die Steuerklasse bestimmt, wie viel vom Gehalt monatlich netto gezahlt wird. Die Steuerklassen können auf Antrag aber gewechselt werden. Bei Kurzarbeit, höherem Verdienst oder einem drohenden Jobverlust ist es ratsam, die Steuerklasse zu überprüfen.

Die Kombination IV/IV ist sinnvoll, wenn beide Partner in etwa gleich viel verdienen. Wenn ein Partner mehr als der andere verdient, lohnt sich eher die Kombination III/V. Hier sinkt die Steuerbelastung für den Partner mit der Klasse III, für den anderen mit der Klasse V ist sie wesentlich höher als bei der Steuerklasse IV. Diese Steuerklassenkombination geht davon aus, dass der Partner mit der Steuerklasse III 60 Prozent und der mit der Steuerklasse V 40 Prozent des gemeinsamen zu versteuernden Einkommens erzielt. Wird von diesem Verhältnis abgewichen, wird zu wenig oder zu viel Einkommensteuer gezahlt. Eine weitere Variante ist die Steuerklasse IV mit Faktor. Das Finanzamt ermittelt dafür einen Faktor, der sich am konkreten Einkommen des Paares orientiert. Dadurch wirkt sich das Splittingverfahren schon beim Lohnsteuerabzug steuermindernd aus.

Seit dem Jahreswechsel 2020 kann die Steuerklasse mehrmals pro Jahr gewechselt werden. Bislang war ein zweiter Wechsel nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. So lassen sich die Steuerklassen schneller den geänderten Lebensbedingungen anpassen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, in der viele Beschäftigte in Kurzarbeit sind, ein wichtiger Punkt – weil die Höhe von Lohnersatzleistungen wie Kurzarbeitergeld abhängig vom Nettolohn ist.

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