GSW  STEUERBERATER • WIRTSCHAFTSPRÜFER

GSW Gönnecke • Siebenmorgen • Wasmuß Partnerschaft mbB Steuerberater • Wirtschaftsprüfer

Aktuelles aus Steuern und Recht

Ausgewählte Nachrichten aus Steuern und Recht - haben Sie hierzu Fragen? Dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf.


Infothek

Zurück zur Übersicht
Steuern / Verfahrensrecht 
Freitag, 29.07.2022

Supermarkt: Keine Hinzuschätzung bei fehlenden Aufzeichnungen über weitere Sachentnahmen von Non-Food-Artikeln

Das Finanzgericht Münster hat dazu Stellung genommen, ob bei fehlenden Aufzeichnungen über Sachentnahmen bei einem Supermarktbetreiber über die insoweit für den Bereich „Nahrungs- und Genussmittel“ vorgesehenen amtlichen Pauschbeträge hinaus weitere Entnahmen im Hinblick auf Non-Food-Artikel geschätzt werden dürfen (Az. 10 K 1297/20).

Das Gericht entschied, dass die Höhe der Sachentnahmen und unentgeltlichen Wertabgaben eines Supermarktbetreibers allein nach den Pauschbeträgen der jeweils einschlägigen amtlichen Richtsatzsammlungen für den Gewerbezweig Nahrungs- und Genussmittel zu bemessen ist. Eine Hinzuschätzung weiterer Beträge für die Entnahme sog. Non-Food-Artikel ist – jedenfalls im Streitfall – unzulässig.

Es sei objektiv nicht zweifelhaft, dass für den Gewerbezweig Nahrungs- und Genussmittel auch die Entnahme sog. Non-Food-Artikel von den Pauschbeträgen für Sachentnahmen bzw. unentgeltliche Wertabgaben abgedeckt sei und daher die Berücksichtigung weiterer Hinzuschätzungsbeträge unzulässig wäre. Dies entnehme man den Vorbemerkungen zu den Pauschbeträgen für Sachentnahmen bzw. unentgeltlichen Wertabgaben. Diese gäben Aufschluss darüber, wie die Finanzverwaltung selbst die von ihr erlassene Anweisung verstanden hat bzw. verstanden wissen will.

Zurück zur Übersicht

Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.